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Katholische Pfarrei
St.Georg

Fahnenweihe der Ministranten


ads banner3„Wer mir dienen will, folge mir nach.“ Diesen Vers aus dem Johannesevangeli um haben sich die Ministranten der Pfarrei St. Georg auf ihr neues Banner geschrieben, das in einem feierlichen Festgottesdienst mit dem kirchlichen Segen seiner Bestimmung übergeben wurde. Ein Festakt im Pfarrsaal schloss sich an. Der überraschend große Zuspruch der Feierlichkeiten seitens der Pfarrfamilie, zeigte wieder einmal mehr das rege Interesse und die hohe Wertschätzung der Georgianer für ihre Ministranten und deren Dienst am Altar. Als besonderes Ereignis für die Ministranten und die gesamte Pfarrei wertete auch Dekan Markus Brunner die Bannerweihe. Er freute sich, dass die Pfarrfamilienmitglieder so zahlreich erschienen waren, sodass das Kirchenschiff wie an einem Hochfest voll besetzt war. Begrüßen konnte Dekan Brunner auch die Ministranten und Jugendverbände aus den Pfarreien Hl. Dreifaltigkeit, Ammersricht und St. Michael, was für ihn ein Zeichen des Zusammenhalts der kirchlichen Jugendverbände auch über die Pfarreigrenzen hinaus sei. Für Zugehörigkeit und Gemeinschaft stehe laut Dekan symbolhaft auch die Fahne: „So wird das neue Banner der Ministranten der Pfarrei St. Georg zum sichtbaren Zeichen für deren gemeinsame Aufgabe – dem Dienst am Altar exemplarisch für die gesamte Gemeinde“. „Was haben Prinz Charles und die Ministranten von St. Georg gemeinsam?“, war eine zentrale Frage von Dekan Markus Brunner.

ads banner2Er stellte äußerlich keine Gemeinsamkeiten fest, doch inhaltlich machte er eine signifikante Gemeinsamkeit aus: „Der Wappenspruch des Prince of Wales lautet ‚Ich dien.’ und auf dem neuen Banner der Ministranten steht ‚Wer mir dienen will, folge mir nach.’, was zum Ausdruck bringt, dass die Ministranten Diener sein wollen“. Die wahre Dienstbereitschaft der Ministranten zeige sich laut Geistlichen, dass die Messdiener die Berufung jedes Christen zum Ausdruck bringen, die im Markusevangelium und im Deuteronomium in einem Vers zusammengefasst sei: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft“. „Es ist selbstverständlich, dass Kinder und Jugendliche in ihrer Gemeinschaft Spaß haben wollen und das ist bei den Ministranten nicht anders, doch eines sind sich diese bewusst, dass ihr erster Dienst der Gottesdienst ist“, erläuterte Dekan Brunner. Er wies darauf hin, dass gerade in der Liturgie am sinnenfälligsten zum Ausdruck komme, dass die Ministranten den Dienst am Altar exemplarisch im Sinne der participatio actuosa für die ganze Gemeinde verrichten würden. „Ministrant zu sein, ist somit ein eigener Dienst, der seine Wichtigkeit auch dadurch erhält, weil er Zeugnischarakter besitzt und damit eine starke Signalwirkung für die heutige Zeit hat“, macht Dekan Brunner bewusst. Nach seinen Aussagen brauche die Welt nicht, was sie eh schon habe, sondern sie brauche etwas, wovon die Menschen leben würden: Das Dienen in Liebe. Das Maßband sei laut Brunner die Liebe, die in der Hingabe an Gott und im Dasein für den anderen, im Dienst am Nächsten seine größte und innigste Verbreitung entfalte. „Wer mir dienen will, folge mir nach“ oder „Wer mir nachfolgen will, der diene“ sei der Grundsatz der Ministranten, der auf eine Seite des neuen Banners gestickt sei, ließ der Geistliche wissen. Er resümierte: „Der Dienst der Ministranten ist unverzichtbar, gerade weil er uns vor Augen führt: Wer bereit ist, für Gott und den Nächsten da zu sein, der ist wie das Salz in der Suppe, wie das Licht in der Finsternis, wie eine Stadt auf dem Berg – auch für die Pfarrgemeinde“. Dekan Brunner ließ wissen, dass der Dienst der Ministranten, den sie hervorragend verrichten würden, eingebettet sei in die große Gemeinschaft der Pfarrfamilie. „Unsere Messdiener dürfen zu recht auf sich was geben“, lobte Dekan Brunner die Ministranten aller Altersgruppen und fügte hinzu, dass dieses Lob keinen Stolz hervorrufen solle, sondern den Ehrgeiz be feuern und Dankbarkeit für das Gute in jedem einzelnen fördern solle. Abschließend machte der Geistliche bewusst: „Ich dien, weil ich mich Gott zur Verfügung stelle und somit ein Bei spiel gebe, setze ich ein bewusstes Zeichen. Damit erhalte ich Anerkennung von den Menschen, viel entscheidender ist allerdings, was Gott geben wird für die bereitwillige Nach folge im Dienst der Liebe, sodass sich im buchstäblichen Sinn lohnt, Ministrant zu sein“.

ads banner1Proppevoll war der Pfarrsaal beim anschließenden Festakt, zu dem die Oberministranten Andreas Ritz und Oliver Weiß begrüßten. Grußworte von Dekan Markus Brunner als Schirmherr der Feier und von Bürgermeister Martin Preuß als Vertreter der Stadt Amberg folgten. Letzterer erwähnte, dass er vor vielen Jahren selbst Ministrant in St. Georg gewesen sei. Die Oberministaranten stellten in ihrer anschließenden Festrede die relevante Frage warum solch ein Banner für eine Gemeinschaft wie die Ministranten überhaupt eine bedeutende Rolle spiele. „Die beiden stärksten Worte, die wir mit dem neuen Banner assoziieren, sind Stolz und Gemeinschaft“, machten Oberministranten Oliver Weiß als Diplom-Theologe und Andreas Ritz als angehender Architekt bewusst. „Mit dem Banner tragen wir das sichtbar nach außen, was zentral für unser Leben ist: Der Glaube, und damit schlussendlich Gott, den wir so in die Welt tragen“. Es folgte eine hoch interessante Erklärung der Motivik der Vorder- und Rückseite des Banners aus der Sicht des Architekten und Theologen. Die musikalische Gestaltung übernahmen Elisabeth Hauda, Laura Peter und Sandra Weiß