St. Georg im Porträt

Größe und Ausdehnung

Die Pfarrgemeinde St. Georg mit ca. 7.100 Katholiken, die zusammen mit der Pfarrgemeinde St. Barbara im Amberger Stadtteil Luitpoldhöhe mit rund 400 Katholiken ein Seelsorgeeinheit bildet, zählt zu den größten Seelsorgestellen im Bistum Regensburg. St. Georg selbst ist die größte Pfarrei in der Stadt Amberg und im weiteren Umland. Dementsprechend ist die geographische Ausdehnung der Gemeinde. Sie umfasst die westliche Altstadt Ambergs bis zur Vilsstraße, das Eisbergviertel, die Sulzbacher Straße bis Luitpoldhöhe, das Siedlungsgebiet Drillingsfeld, Gärbers­hof, das Gebiet Obere Hockermühle, Alteglsee und Eglsee sowie die Dörfer Atzlricht, Lengenloh und Speckmannshof.

Geschichte

Erstmals erwähnt wird St. Georg im Jahr 1094. Für viele Jahrhunderte war sie die erste und einzige Pfarrkirche Ambergs. Der heutige gotische Bau, der zwei Vorgänger­kirchen kannte, wurde 1359 begonnen und 1407 vollendet. In den Reformationswirren ging nahezu die gesamte gotische Ausstattung verloren. Im Zuge der Gegenreformation ab 1621 erwählten die Jesuiten St. Georg zu ihrer Ordens­kirche. Sie verwandelten die gotische Raumschale in einen harmonischen, barocken Sakralraum mit imposanten Stuckarbeiten und Fresken. Die Pfarrkirchen­rechte gingen 1629 auf die benachbarte Bürgerkirche St. Martin über. Rund um St. Georg wurde in den Jahren von 1665 bis 1692 das mächtige Jesuitenkolleg errichtet mit Räumen für die Ordenspatres und -brüder und für das angegliederte Gymnasium samt Internat.

Nach dem Verbot des Jesuitenordens im Jahr 1773 wurde der Besitz dem Säkular­orden der Malteser­ritter übereignet. Aus dieser Zeit hat der barocke Gebäude­komplex, der in seiner Längs­aus­dehnung stattliche 160 Meter misst, seinen bis heute gebräuchlichen Namen als Malteser­gebäude. Nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts war St. Georg Garnisons- und Studienkirche, in der im Jahre 1884 der 31. Deutsche Katholikentag stattfand. Im Juli 1923 wurde die Pfarrei St. Georg wieder errichtet und prägt seitdem das kirchliche Leben in und um Amberg nachhaltig mit.

Sakralbauten

Die Seelsorgeeinheit Amberg-St. Georg/Luitpoldhöhe-St. Barbara kann zahlreiche Sakralbauten ihr Eigen nennen: die Stadtpfarrkirche St. Georg, die Pfarrkirche St. Barbara, St. Sebastian, die Friedhofskirche St. Katharina, das Atzlrichter Kirchlein Maria Schnee (eines von nur drei Kirchen mit diesem Namen im Bistum Regensburg), die Kapellen in Lengenloh und im Luitpoldhöher Ortsteil Neuricht; nicht zur vergessen sind die Gottesdiensträume in den Seniorenheimen.

Räumlichkeiten

Das Maltesergebäude bzw. das ehemalige Jesuitenkolleg verfügt als Pfarrzentrum über viele Räum­lichkeiten. Neben dem Pfarrbüro, dem Pfarrsaal, den weiteren Gruppen- und Seminar­räu­men, dem Raum der Begegnung als Meditationsraum, der Pfarrerwohnung und der Haus­meister­wohnung ist vor allem der imposante barocke Kongregations­saal zu erwähnen - eine Mischform aus Sakralraum und weltlichem Raum.

Mitarbeiter

Für die vielfältigen Aufgaben in Liturgie, Seelsorge, Schule und Verwaltung ist das entsprechende Personal notwendig. Das Seelsorgeteam um Stadtpfarrer Markus Brunner komplettieren Kaplan Christian Kalis, Gemeindeassistentin Franziska Hausner und Diakon Anton Fütterer, der sein Dienstamt im Nebenberuf ausübt. Neben Prälat Hans Roidl ist als Ruhestandspriester noch Erwin Strempel tätig. Zusammen mit den beiden Pfarrsekretärinnen, dem Chorregenten, dem Mesner und dessen Frau als Hausmeisterin sind bei der Pfarrei St. Georg - vor allem in den Kindertagesstätten - insgesamt rund 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Einrichtungen für Kinder

Mit den vier Kindertagesstätten legt die Pfarrei nämlich ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Kindern. Die Kindergärten St. Georg und Christkönig, der Integrative Kindergarten St. Sebastian und der Kinderhort St. Georg wollen mit Hilfe einer christlich motivierten und religiös geprägten Pädagogik Kinder in ihrer Entwicklung begleiten.

Altersstruktur

Die Altersstruktur der Pfarrangehörigen ist gut gemischt. Zum einen sind im Pfarrgebiet einige Neubaugebiete entstanden, in denen viele junge Familien wohnen, zum anderen befinden sich neben den traditionellen Wohnvierteln auch drei Altenheime - Hl.-Geist- Stift, St. Benedikt Seni­oren­pflegeheim und das Clementine-von- Wallmenich-Haus Wohn- und Pflegezentrum - die von den Geistlichen von St. Georg seelsorgerisch mitbetreut werden.

Gruppen und Gremien

St. Georg ist eine aktive Pfarrei, was allein schon die Zahl ihrer Einrichtungen belegt. In der acht­köpfigen Kirchenverwaltung fungiert Rudolf Maier als Kirchenpfleger. Sprecher des Pfarr­gemeinde­rates ist Christian Beck. Neben dem Katholischen Frauenbund (KDFB), der Katho­lischen Arbeit­nehmerbewegung (KAB), der Marianischen Männer-Congregation (MMC) zählen dazu noch die Ministranten, die Pfadfinderinnen St. Georg (PSG), die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), die Familiengottesdienstteams, der Bibelkreis, die KAB-Tanzgruppe, der Seniorenclub, der Krankenhausbesuchsdienst und die Mutter-Kind-Gruppe.

Im musischen Bereich ist für jedes Alter etwas gegeben: von den St.-Georgs-Spatzen (für Kinder vom 2. bis zum 4. Schuljahr), dem Jugendchor (für Kinder und Jugendliche ab dem 5. Schuljahr) über den Familienchor und die Flötengruppe bis hin zur Chorgemeinschaft St. Georg.

Besondere Feste

Erwähnenswert sind die drei Feste im Frühjahr und Sommer: das Patroziniumsfest des hl. Georg (Sonntag um den 23. April), Fronleichnam und Pfarrfest bzw. Nachprimiz (3. Sonntag im Juli). Nicht nur die Pfarrangehörigen, sondern zahlreiche Besucher aus Amberg und dem Umland kommen in den lauschigen Pfarrgarten, um ein paar Stunden in froher Gemeinschaft zu erleben.

St. Barbara in Luitpoldhöhe

Seit dem Jahr 2001 besteht die Seelsorgeeinheit St. Georg und Luitpoldhöhe-St. Barbara. Die kleine Gemeinde im Nordwesten der Stadt Amberg wurde 1928 zur selbständigen Pfarrei erhoben. St. Barbara hat nach wie vor den Status einer selbständigen Pfarrei mit eigener Kirchenverwaltung.

Kommen Sie vorbei

St. Georg - eine altehrwürdige Pfarrgemeinde, die sich dennoch gegenüber den Anforderungen der Zeit nicht verschließt, sondern versucht, lebendig und einladend für die Menschen zu sein. Schauen Sie doch mal bei uns vorbei - sei es zu den Gottesdiensten oder ganz persönlich. Die Seel­sorger und sämtliche Mitarbeiter würden sich freuen.